
Die Adeli-Nummer war lange Zeit das administrative Schlüssel für Krankenschwestern in Frankreich. Sie wurde von den regionalen Gesundheitsbehörden vergeben und ermöglichte die Registrierung jeder Fachkraft in einem departementalen Verzeichnis und die Validierung ihres Rechts auf Ausübung.
Seit November 2021 hat sich die Situation geändert: Die Krankenschwestern wechseln schrittweise zum RPPS, einem nationalen Verzeichnis, das von der nationalen Krankenschwesternvereinigung verwaltet wird. Zu verstehen, was weiterhin gültig ist, was verschwunden ist und was vor Ort noch Probleme bereitet, vermeidet viele Fehler im täglichen Vorgehen.
Auch lesenswert : Alles über die Börse: Tipps und Strategien für erfolgreiches Investieren im Jahr 2024
Adeli außer Betrieb: Was der Wechsel zum RPPS konkret ändert
Das Adeli-Verzeichnis ist nicht mehr das Referenzsystem für Krankenschwestern. Die Agentur für digitale Gesundheit hat offiziell die Adeli-Karten für Krankenschwestern zum 31. Dezember 2023 eingestellt. Die alten Identifikatoren wurden auf eine einheitliche RPPS-Nummer, national und dauerhaft, migriert.
Der strukturelle Unterschied lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Portabilität. Die Adeli-Nummer war an das Ausübungsdepartement gebunden. Ein Wechsel der Region erforderte eine neue Registrierung bei der lokalen ARS. Die RPPS-Nummer hingegen begleitet die Fachkraft während ihrer gesamten Karriere, egal ob sie vom Angestelltenverhältnis in die Selbstständigkeit wechselt oder umzieht.
Auch interessant : Alles, was Sie über die Fristverlängerung des modulimmo Kredits der Crédit Mutuel wissen müssen
Um detaillierte Informationen über die Adeli-Nummer für Krankenschwestern auf Hucky zu finden, bleibt die Logik dieselbe: Es geht darum, die Verbindung zwischen dem alten departementalen System und dem neuen nationalen Verzeichnis zu verstehen.
Viele Online-Inhalte beschreiben jedoch weiterhin das Verfahren zur Erlangung einer Adeli-Nummer, als ob das Verzeichnis noch funktionsfähig wäre. Diese Verwirrung führt zu unnötigen Anfragen bei den ARS, die nun an die Vereinigung verweisen.

Registrierung bei der Krankenschwesternvereinigung und automatische Zuteilung der RPPS
Der Prozess zur Erlangung hat sich auf dem Papier vereinfacht. Jede neu diplomierte Krankenschwester, die sich im Verzeichnis der nationalen Krankenschwesternvereinigung registriert, erhält automatisch eine RPPS-Nummer, ohne zusätzliche Schritte bei den ARS. Die ONI hatte die automatische Registrierung der bereits im November 2021 registrierten IDEL vorgenommen.
Die bei der ordentlichen Registrierung vorzulegenden Dokumente bleiben klassisch:
- Das Staatsexamen für Krankenschwestern (oder dessen Äquivalent für ausländische Abschlüsse), das zentrale Dokument der Akte
- Ein gültiger Ausweis und ein Wohnsitznachweis
- Die Bescheinigung über die Registrierung bei der Vereinigung, die die Zuteilung der RPPS-Nummer auslöst und den Zugang zu den digitalen Gesundheitsdiensten eröffnet
Die RPPS-Nummer beschränkt sich nicht auf eine administrative Registrierungsfunktion. Sie dient auch zur Aktivierung der digitalen Berufswerkzeuge, insbesondere der e-CPS-Anwendung, die die alte physische CPS-Karte ersetzt. Ohne diese Nummer ist der Zugang zu den Abrechnungsdiensten, zur elektronischen Verschreibung oder zur sicheren Gesundheitskommunikation nicht möglich.
Nicht bei der Vereinigung registrierte Krankenschwestern: ein Sonderfall
Angestellte Krankenschwestern, die nicht im Verzeichnis der Vereinigung registriert sind, befinden sich in einer administrativ unklareren Situation. Die Pflicht zur ordentlichen Registrierung wird in der Branche regelmäßig diskutiert. In der Praxis blockiert die fehlende Registrierung die Zuteilung der RPPS und damit den Zugang zu den digitalen Gesundheitswerkzeugen.
Einige Krankenhausstrukturen verwalten weiterhin lokale Identifikatoren für ihr nicht registriertes Personal. Die Rückmeldungen vor Ort variieren in diesem Punkt: Je nach Einrichtung ist der Übergang zum RPPS für die Angestellten mehr oder weniger weit fortgeschritten.
Struktur der Adeli-Nummer und RPPS-Entsprechung
Das Verständnis der Zusammensetzung der Adeli-Nummer bleibt nützlich, um alte berufliche Dokumente zu entschlüsseln. Die Adeli-Nummer besteht aus neun Ziffern, die nach einer bestimmten Logik organisiert sind:
- Die ersten beiden Ziffern identifizieren das Ausübungsdepartement
- Die dritte und vierte Ziffer entsprechen dem Berufscode
- Die Ziffern fünf bis acht bilden die individuelle Registrierungsnummer
- Die letzte Ziffer ist eine Prüfziffer
Die RPPS-Nummer hingegen besteht aus elf Ziffern und ist nicht mehr an ein Departement gebunden. Diese nationale Struktur beseitigt die Duplikate, die im Adeli-System existierten, wenn eine Fachkraft in mehreren Departements tätig war.
Um einen Berufsidentifikator zu überprüfen, ist das Gesundheitsverzeichnis nun der öffentliche Zugangspunkt zur Referenz. Patienten sowie Arbeitgeber können dort den Ausübungsstatus einer Krankenschwester anhand ihres Namens oder ihrer RPPS-Nummer einsehen.

CPS-Karte, e-CPS und Ende der Adeli-Unterlagen: die Reibungspunkte
Der technische Übergang verlief nicht ohne Probleme. Die alten CPS-Karten mit einer Adeli-Nummer wurden schrittweise deaktiviert. Die betroffenen Krankenschwestern müssen zur e-CPS wechseln, einer mobilen Anwendung, die sich auf die RPPS-Nummer stützt, um die Fachkraft zu authentifizieren.
Das konkrete Problem tritt bei der Abrechnung auf. Die Praxisverwaltungssoftware, die Teleübertragungen an die Krankenkasse und die Plattformen zur Koordination der Pflege verwenden die RPPS als Identifikationsschlüssel. Eine selbstständige Krankenschwester, die eine alte Adeli-Konfiguration in ihrer Software beibehält, riskiert Abrechnungsablehnungen.
Ein weiterer Punkt der Aufmerksamkeit: Die Rezepte und gedruckten Dokumente müssen die RPPS-Nummer angeben, nicht die alte Adeli. Dieses Detail, das harmlos erscheinen mag, kann bei Kontrollen oder Streitigkeiten mit den Krankenkassen problematisch sein.
Überprüfung der ordnungsgemäßen Migration der eigenen Identifikationsnummer
Das Gesundheitsverzeichnis ermöglicht die Überprüfung, dass die Entsprechung zwischen der alten Adeli-Nummer und der neuen RPPS korrekt erfolgt ist. Bei Anomalien (fehlende Nummer, falsch angegebene Fachrichtung, veraltete Ausübungsadresse) erfolgt die Korrektur über die nationale Krankenschwesternvereinigung und nicht mehr über die ARS.
Der Übergang von Adeli zu RPPS für Krankenschwestern ist auf regulatorischer Ebene abgeschlossen. Vor Ort sind jedoch in einigen Einrichtungen und selbstständigen Praxen Anpassungen erforderlich. Die Aktualisierung der Abrechnungswerkzeuge, die Überprüfung der eigenen Identifikationsnummer im Gesundheitsverzeichnis und die Sicherstellung, dass die e-CPS ordnungsgemäß funktioniert, sind die drei Überprüfungen, die ohne Verzögerung durchgeführt werden sollten.